Die Auswahl der Sieböffnungen beeinflusst direkt die Diamantgewinnung, die Verarbeitungskapazität und die Leistung nachgeschalteter Anlagen auf einem Eimerkettenbagger. Die geeignete Öffnungsweite hängt vom gesamten Gewinnungskreislauf ab.
Eine zu kleine Öffnung kann den Durchsatz begrenzen, während eine zu große Öffnung zu viel Überkorn in nachgeschaltete Anlagen leiten kann. Keine der beiden Varianten garantiert die Diamantgewinnung.
Für technische Prüfer, die einen Eimerkettenbagger zur Gold- und Diamantgewinnung bewerten, lautet die entscheidende Frage, wohin Diamanten jeder Zielgröße nach der Siebung gelangen und ob dieser Materialstrom wirksam aufbereitet wird.
Die Sieböffnung ist die Nennweite, durch die Material hindurchtreten kann. Sie bestimmt, wie das Aufgabegut in Unterkorn- und Überkornströme aufgeteilt wird, ermöglicht jedoch keine perfekt scharfe Trennung.
Partikel in der Nähe der Öffnungsweite können in beiden Strömen landen. Ihr Durchtritt hängt von Form, Ausrichtung, Feuchtigkeit, Siebbelastung, Waschwirkung und verfügbarer Siebzeit ab.
Wird der Unterkornstrom der Aufbereitungsanlage zugeführt und das Überkorn verworfen, können Diamanten, die im Überkorn zurückgehalten werden, verloren gehen. Eine größere Öffnung kann dieses Risiko verringern, aber nachgeschaltete Anlagen überlasten.
Umgekehrt kann eine kleinere Öffnung die Korngrößenkontrolle für die nachgeschaltete Verarbeitung verbessern. Sie ist nur dann vertretbar, wenn Diamanten im Überkorn an anderer Stelle gewonnen werden oder nachweislich wirtschaftlich unbedeutend sind.
Eine kleine Öffnung erhöht den Anteil des Materials, der im Überkorn landet, und kann den Durchsatz durch das Sieb verringern. Nasser Ton und Partikel nahe der Öffnungsweite können diesen Effekt verstärken.
Wenn Öffnungen sich zusetzen oder verstopfen, verringert sich die wirksame Siebfläche. Material kann sich ansammeln, mit dem verworfenen Überkorn ausgetragen werden oder die Bediener dazu zwingen, die Aufgabe des Baggers zu reduzieren.
Unzureichendes Waschen birgt ein weiteres Risiko: Diamanten können in Tonklumpen eingeschlossen bleiben oder an grobem Material haften. Die Auswahl der Sieböffnung allein kann unzureichendes Schrubben und Zerkleinern von Klumpen nicht ausgleichen.
Prüfer sollten außerdem berücksichtigen, ob feine Sieböffnungen häufigere Reinigungen, einen höheren Verbrauch an Verschleißteilen oder zusätzliche Siebfläche erfordern. Diese betrieblichen Anforderungen beeinflussen neben der Nennkapazität auch die Verfügbarkeit.
Eine größere Öffnung lässt mehr grobes Material in den Unterkornstrom gelangen. Dadurch können Pumpen, Förderer, Klassierer und Diamantgewinnungsanlagen stärker belastet werden, als es ihrem vorgesehenen Betriebsbereich entspricht.
Ein übermäßig grobes Aufgabegut kann die Trennleistung verringern, den Verschleiß erhöhen oder Verstopfungen verursachen. Die genauen Folgen hängen vom nachgeschalteten Prozess und der dort vorgegebenen maximalen Partikelgröße ab.
Eine Vergrößerung der Öffnung kann auch den Wasser- und Handhabungsbedarf erhöhen, wenn mehr Material zur Gewinnung weitergeleitet wird. Vergleichen Sie die Belastung des gesamten Kreislaufs und nicht nur den scheinbaren Durchsatz des Siebs.
Wenn große Diamanten wirtschaftlich wichtig sind, kann ein separater Gewinnungsweg für grobes Material geeigneter sein, als einfach die Öffnung des Primärsiebs zu vergrößern. Die Eignung muss durch Tests ermittelt werden.
Gehen Sie von der erwarteten Größenverteilung der Diamanten in der Lagerstätte sowie von den kleinsten und größten Steinen aus, die das Projekt gewinnen soll. Verwenden Sie nach Möglichkeit repräsentative Ergebnisse aus der Exploration und aus Großproben.
Setzen Sie die Diamantgröße nicht direkt mit der Sieböffnung gleich. Form und Ausrichtung eines Steins beeinflussen, ob er hindurchtritt, und die angegebene Größenkennzahl entspricht möglicherweise nicht der Geometrie der Sieböffnung.
Legen Sie fest, wohin jede Größenfraktion geleitet wird, einschließlich möglicher Überkornverwerfung. Bei wertvollen größeren Steinen ist sicherzustellen, dass die Grobfraktion vor der Entsorgung geprüft oder aufbereitet wird.
Wenn beispielsweise ein vorgeschlagenes Sieb das Überkorn auf die Halde leitet, untersuchen Sie diesen Strom auf Diamanten und diamantführendes Material. Eine Aussage zur Gewinnung, die sich nur auf die Leistung beim Unterkorn stützt, wäre unvollständig.
Beim Abbau mit einer Eimerkette können wechselnde Gemische aus Kies, Sand, Ton und Wasser anfallen. Veränderungen innerhalb der Lagerstätte können die Siebbelastung und die Waschleistung während einer einzigen Betriebsschicht beeinflussen.
Die Korngrößenverteilung ist entscheidend: Ein hoher Anteil an Material nahe der Öffnungsweite kann die Trennung erschweren, selbst wenn die durchschnittliche Aufgabekorngröße beherrschbar erscheint. Erfassen Sie auch die maximale Steingröße und den Überkornanteil.
Tongehalt, Kohäsion und das Vorhandensein verdichteter Klumpen bestimmen den erforderlichen Umfang des Schrubben. Unterscheiden sich die Bedingungen des Aufgabeguts in Regen- und Trockenzeit deutlich, sollten beide getestet werden.
Die Siebanlage sollte außerdem Schwankungen bei der Austragsmenge der Eimer aufnehmen können. Pufferung, kontrollierte Aufgabe und eine ausreichende Siebfläche können kurzfristige Überlastungen verringern, die die Trennung beeinträchtigen.
Geben Sie den Lieferanten den erforderlichen Aufgabedurchsatz in Tonnen pro Stunde, die erwarteten Betriebsstunden, die Baggertiefe, die Korngrößenverteilung des Aufgabeguts, die Toneigenschaften und die verfügbare Prozesswassermenge an.
Geben Sie an, ob sich die Kapazität auf das abgebaute Aufgabegut, das Unterkorn des Siebs oder das der Aufbereitungsanlage zugeführte Material bezieht. Diese Mengen unterscheiden sich, insbesondere wenn die Lagerstätte einen erheblichen Überkornanteil enthält.
Fordern Sie Angaben zur vorgeschlagenen Öffnungsweite, Öffnungsform, zum Siebtyp, zur wirksamen Siebfläche, zur Waschanordnung und zur erwarteten Massenaufteilung an. Lassen Sie sich die Annahmen hinter jeder Angabe erläutern.
Prüfen Sie, ob die nachgeschalteten Anlagen die prognostizierte maximale Korngröße und den Durchsatz, auch unter Spitzenbedingungen, bewältigen können. Klären Sie, wohin Überkorn, Mittelgut, Feinkorn und Rückstände im gesamten Kreislauf gelangen.
Bei Projekten mit hohem Steinanteil ist der Stein-Eimerkettenbagger für die Abbauplanung relevant. Besprechen Sie mit dem Lieferanten die erforderliche Kapazität, Baggertiefe, das Sand-Stein-Verhältnis, die Steingröße und die Marke des Generators.
Diese Ausrüstungsklärung belegt nicht die Leistung bei der Diamantgewinnung. Für eine Diamantanwendung ist weiterhin ein geeignetes Wasch-, Sieb- und Gewinnungssystem erforderlich, das durch lagerstättenspezifische Testergebnisse gestützt wird.
Vergleichen Sie mögliche Öffnungsweiten anhand repräsentativen Materials und der vorgesehenen Waschbedingungen. Beziehen Sie schwierige Bereiche und realistische Schwankungen des Aufgabedurchsatzes ein, statt nur leicht aufzubereitende Proben zu testen.
Messen Sie für jede Variante den Aufgabedurchsatz, die Massenaufteilung am Sieb, die Häufigkeit von Verstopfungen, den Wasserverbrauch und die Belastung nachgeschalteter Anlagen. Erfassen Sie die Korngrößenverteilung sowohl des Unterkorn- als auch des Überkornstroms.
Bewerten Sie Diamantverluste, indem Sie relevante Ausschuss- und Rückstandströme mit einer dokumentierten Gewinnungsmethode beproben. Bei der Probenahme müssen die Seltenheit und die ungleichmäßige Verteilung von Diamanten berücksichtigt werden.
Geeignete kontrollierte Tracertests können bei der Bewertung der Anlagenleistung helfen; die Tracer müssen jedoch das Verhalten der Zielsteine nachbilden. Sie ersetzen weder repräsentative Lagerstättentests noch eine vollständige Massenbilanz.
Vergleichen Sie die Varianten hinsichtlich des gewinnbaren Werts, der Betriebskosten und der Anlagenverfügbarkeit. Ein höherer Durchsatz ist nicht zwangsläufig besser, wenn zusätzliche Verluste oder Unterbrechungen nachgeschalteter Prozesse den Nutzen übersteigen.
Die optimale Sieböffnung ist eine Entscheidung, die vom jeweiligen Anlagenkreislauf abhängt, und kein allgemeingültiger Wert. Sie muss die angestrebte Diamantgewinnung, die Schwankungen des Aufgabeguts, den Durchsatz, den Waschbedarf und die Korngrößenbegrenzungen nachgeschalteter Anlagen in Einklang bringen.
Bevor Sie einen Eimerkettenbagger zur Gold- und Diamantgewinnung spezifizieren, bilden Sie alle Materialströme ab und prüfen Sie mögliche Öffnungsweiten anhand repräsentativen Aufgabeguts. Achten Sie besonders auf wertvolle Steine, die mit dem Überkorn ausgetragen werden könnten.