Ein Gold- und Diamant-Sandeimerkettenbagger löst Kies ab, indem er eine mit einer endlosen Eimerkette ausgestattete Leiter in ein Unterwasservorkommen absenkt. Während sich die Kette bewegt, graben sich die Eimer in das Flussbett oder den Teichgrund, heben das abgelöste Material über die Wasseroberfläche und geben es in eine bordseitige Wasch- und Aufbereitungsanlage ab. Anschließend fährt der Bagger über das Vorkommen weiter oder schwenkt darüber, um unberührten Boden freizulegen.
Diese Anordnung verbindet Abbau und Mineralgewinnung. Das Ausgraben des Kieses ist jedoch nur der erste Schritt. Die Leistungsfähigkeit des Systems hängt von der Tiefe und Beschaffenheit des Vorkommens, der Korngröße des Materials, das die Eimer und die Anlage verarbeiten können, sowie davon ab, ob der Aufbereitungskreislauf auf das vorhandene Gold oder die vorhandenen Diamanten ausgelegt ist.
Die Eimerleiter ist ein tragender Rahmen, der vom Bagger bis zum Vorkommen reicht. Eine Reihe miteinander verbundener Eimer läuft in einer Endlosschleife um den Rahmen und wird von der Maschinenanlage an Bord angetrieben. Am Abbauende der Leiter dringt jeder Eimer in den Kies ein, füllt sich beim Durchlaufen des Materials und beginnt anschließend seinen Weg nach oben.
Der Bediener stellt die Position der Leiter ein, um zu steuern, wo und wie tief die Eimer graben. Je nach Ausführung und Betriebsweise des Baggers kann das Schiff mithilfe von Ankern, Winden oder anderer Positionierungsausrüstung gehalten und bewegt werden. Durch die gemeinsame Steuerung der Schiffsbewegung und der Leitertiefe kann die Besatzung einen geplanten Abschnitt des Vorkommens bearbeiten, anstatt immer an derselben Stelle zu graben.
Am oberen Ende der Leiter drehen sich die Eimer und entleeren ihren Inhalt in einen Aufgabetrichter oder eine Rutsche. Mit dem mineralhaltigen Material können Wasser, Sand, Kies, Ton und Steine in die Anlage gelangen. Die Eimerkette dient somit sowohl als Bagger als auch als Förderer, der das Aufgabegut aus dem Wasser hebt.
Das Eimervolumen allein sagt dem Bediener nicht, wie viel Kies der Bagger verarbeiten wird. Ein Eimer füllt sich möglicherweise nicht vollständig, und die Kette kann nicht immer mit der gewünschten Geschwindigkeit laufen, wenn der Boden schwierig ist oder die Waschanlage bereits ausgelastet ist. Auch die Materialzufuhr verändert sich, wenn die Leiter auf weichere Schichten, grobe Steine oder verdichtete Bereiche trifft.
Nach der Abgabe wird das Material gewaschen und klassiert, damit die Aufbereitungsanlage ein für sie geeignetes Aufgabegut erhält. Die genaue Anordnung hängt vom Vorkommen und dem zu gewinnenden Mineral ab. Ein typischer Ablauf umfasst jedoch:
Gold und Diamanten verhalten sich in einer Aufbereitungsanlage nicht gleich. Gold kann als feine Partikel, Flitter oder größere Stücke vorkommen, während Diamanten einzelne Steine sind. Ihre Größenverteilung ist für die Auswahl von Sieben und Gewinnungsanlagen maßgeblich. Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass eine für ein bestimmtes Vorkommen konfigurierte Anlage beide Mineralien wirksam gewinnt, ohne das Aufgabegut zu untersuchen und den Aufbereitungskreislauf zu prüfen.
Dem Waschen kommt besondere Bedeutung zu. Wenn Ton den Kies zusammenhält, kann ein Sieb einen Klumpen ausscheiden, bevor die darin enthaltenen Wertpartikel freigelegt wurden. Umgekehrt kann eine zu große Materialmenge in einer Gewinnungseinheit die Trennleistung verringern. Schnelleres Graben ist nur dann sinnvoll, wenn die nachgeschaltete Anlage das zusätzliche Aufgabegut waschen und behandeln kann.
Eine Eimerkette kann sich für ein zugängliches, wasserbedecktes Vorkommen eignen, wenn die Leiter die mineralführende Schicht erreicht und der Boden mechanisch abgebaut werden kann. Das Verfahren ist besonders relevant, wenn das Material vom Grund gehoben und direkt einer schwimmenden Aufbereitungsanlage zugeführt werden muss.
Das Vorkommen sollte schichtweise betrachtet werden. Lockere Deckschichten lassen sich möglicherweise relativ leicht abtragen, während die nutzbare Schicht groben Kies, verdichtetes Material oder Ton enthalten kann. Wertmaterial kann sich auch in der Nähe des darunterliegenden Grundgesteins ansammeln. Das Erreichen dieses Übergangs kann ebenso wichtig sein wie die angegebene maximale Abbautiefe des Baggers, denn die Leiter muss in der erforderlichen Tiefe mit genügend Arbeitsraum und Kontrolle eingesetzt werden können.
Festgestein stellt ein anderes Problem dar als Kies. Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass eine für unverfestigte Sedimente ausgelegte Eimerkette intaktes Grundgestein aufbrechen kann. Auch große Felsblöcke, vergrabene Fremdkörper und stark verdichteter Boden können den Abbau behindern oder Eimer, Kettenglieder und Leiter erheblich belasten. Dabei sind nicht nur die durchschnittliche Korngröße des Kieses, sondern auch Häufigkeit und Größe solcher Hindernisse entscheidend.
Auch Wassertiefe und Schiffsbewegung bestimmen den nutzbaren Arbeitsbereich. Der Bagger benötigt ausreichend Wasser zum Schwimmen und Manövrieren, während die Leiter weit genug reichen muss, um die Zielschicht abzubauen. Unebenheiten am Grund, steile Ränder des Vorkommens und Hindernisse können Bereiche unzugänglich machen oder eine vollständige Räumung erschweren.
Ein Bagger kann große Kiesmengen bewegen und dennoch weniger Wertmaterial gewinnen als erwartet. Der Abbau bestimmt, was in die Anlage gelangt; Waschen, Klassierung und Trennung bestimmen, wie viel des Zielminerals anschließend zurückgewonnen wird.
Mehrere praktische Einschränkungen verbinden diese Prozessstufen. Eimer können Material zurücklassen, wenn das Abbaumuster den Grund nicht ausreichend abdeckt. Bei einer nicht an das Vorkommen angepassten Siebanordnung kann das Überkorn Wertmaterial mit sich führen. Feines Gold kann verloren gehen, wenn der Gewinnungskreislauf nicht für seine Partikelgröße geeignet ist. Diamanten können übersehen werden, wenn eine relevante Korngrößenfraktion verworfen oder unzureichend behandelt wird.
Daher sind repräsentative Proben wichtig, bevor eine Anlage ausgewählt oder bewertet wird. Anhand der Proben sollten sich die Eigenschaften von Kies und Ton im Vorkommen, die Tiefe der Ziellage, die wahrscheinliche Größenverteilung der Gold- oder Diamantpartikel sowie die Waschbarkeit des Materials bestimmen lassen. Anschließend sollte die Gewinnungsleistung im gesamten Prozess bewertet werden, einschließlich des im Boden zurückgebliebenen Materials und des als Aufbereitungsrückstand abgeleiteten Materials.
Auch Verschleiß ist im Betrieb zu berücksichtigen. Abrasiver Kies beansprucht Eimerlippen, Kettenkomponenten, Rutschen und Siebe. Steine, die das Abbau- oder Siebsystem blockieren, können die Produktion unterbrechen; verschlissene Komponenten können die Schnittwirkung und die Materialhandhabung des Baggers verändern. Die Zugänglichkeit für Inspektion und Austausch beeinflusst, wie kontinuierlich das System betrieben werden kann.
Wasser wird zum Waschen und zum Transport des Materials durch Teile der Anlage verwendet. Daher muss der Abbauplan des Baggers die Wasserversorgung, den Abfluss und die Ablagerung der Aufbereitungsrückstände berücksichtigen. Die Anordnung richtet sich nach Standort, Anlage und geltenden Betriebsbedingungen. Die Rückstände dürfen nicht als nachrangiger Aspekt behandelt werden: Ihr Ablagerungsort kann den Zugang für das Schiff, die Wassertrübung und die Möglichkeit zur Bearbeitung angrenzender Bereiche beeinflussen.
Eine Eimerkette hebt den abgebauten Kies mechanisch; für diesen Abbauschritt ist keine schwimmende Schlammleitung erforderlich. Bei Projekten, bei denen Wasser oder Schlamm über die Oberfläche gefördert werden müssen, kann dennoch eine separate Pumpenleitung zum Einsatz kommen. In einer solchen Anordnung ist ein selbstschwimmender Gummischlauch eine mögliche Leitungskomponente. Seine Eignung hängt vom Fördermedium, dem Druck und den Betriebsbedingungen ab; er ersetzt weder die Eimerleiter noch die Mineralgewinnungsanlage.
Für eine erste Bewertung sollte der Materialweg vom Vorkommen bis zur Ableitung der Aufbereitungsrückstände verfolgt werden: Kann die Leiter die Ziellage erreichen und abbauen? Kann die Anlage das von den Eimern geförderte Material waschen und klassieren? Kann der Gewinnungskreislauf die erwarteten Mineralgrößen zurückhalten? Diese zusammenhängenden Fragen vermitteln ein aussagekräftigeres Bild von der Eignung des Baggers als die Abbaukapazität allein.